Bio boomt

Das Öko-Barometer steigt

Bio-Lebensmittel verzeichnen im Lockdown Rekordumsätze, weil die Verbraucher ein größeres Bewusstsein entwickeln.  

Bio-Lebensmittel erzielten im vergangenen Jahr einen Rekordumsatz von fast 15 Milliarden Euro (plus 20 %) und legten damit nach Angaben des Bunds Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) doppelt so stark zu wie der Lebensmittelmarkt insgesamt. Laut BÖLW wurden 2020 bereits mehr als 35.000 Höfe ökologisch bestellt. Die Bio-Fläche stieg damit im Vergleich zum Vorjahr um rund 5 Prozent und kommt inzwischen auf rund 10 Prozent aller Landwirtschaftsflächen.

Der FAZ zufolge bezog eine immer größere Zahl von Konsumenten Lebensmittel direkt vom Erzeuger, an zweiter Stelle folgten der Biofachhandel und danach die Wochenmärkte.

Gesteigertes Bewusstsein. Der Umsatz des Fachhandels für Bio-Lebensmittel und Naturwaren lag 2020 bei fast 4,4 Milliarden Euro und damit mehr als 16 Prozent über dem des Vorjahres. Laut dem Bundesverband Naturkost Naturwaren (BNN) war die positive Marktentwicklung vor allem geprägt von einem gesteigerten Bewusstsein für nachhaltige und gesunde Lebensmittel während des Lockdowns. Durch den Wegfall der Außer-Haus-Verpflegung hätten die Verbraucher verstärkt selber kochen und sich intensiver mit der Herkunft und der Qualität ihrer Lebensmittel beschäftigen müssen.

Bio-Fleisch und -Geflügel mehr denn je gefragt. Dass jeder zweite Konsument beim Einkauf von Fleisch und Geflügel häufig auf Bio-Qualität achtet, ergab auch eine Umfrage des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft.
Danach stieg die abgesetzte Menge von Bio-Geflügel im vergangenen Jahr um gut 70 Prozent und die von rotem Fleisch (Rind, Schwein, Ziege, Lamm) um mehr als Prozent. Entsprechend wuchsen der Umsatz mit Geflügel von Biohöfen um 68 Prozent und der von rotem Fleisch um rund 55 Prozent.

Ernährungstrends 2021. Nutrition-Hub, ein Netzwerk für Ernährungsexperten, ermittelte derweil die zehn wichtigsten Ernährungstrends 2021. Angeführt wird der Trendreport von veganer und pflanzenbasierter Ernährung (72 %), der personalisierten Ernährung und Digitalisierung (59 %) und einer klimaneutralen und nachhaltigen Ernährung (55 %)., gefolgt von Health at Every Size und intuitivem Essen (27%), Ernährungsmythen und falschen Ernährungsinformationen (25 %), betrieblicher Gesundheitsförderung (21 %), Ernährungsbildung (20 %), Mahlzeitenersatz und Essen „to go“ (17 %), der Digitalisierung in der Ernährungstherapie (16 %) und dem Bewusstsein für gesunde Ernährung (12 %).

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