Was sind eigentlich Paninis?

Chronik der Woche

Corona steigert den Alkoholkonsum. André Weihrauch eröffnet einen Take Away Food Store. Art of Oil hat seine Website neu gestaltet. Smark bietet Lebensmittel aus Automaten an. Und Ferran Adrià hat ein Wikipedia des Kochens geschrieben. Die Woche im Überblick.

Dank Corona trinkt jeder dritte Erwachsene mehr Alkohol als vor dem Ausbruch der Pandemie. Das ergab eine Studie des Mannheimer Zentralinstituts für Seelische Gesundheit. Während Verbraucher, die in systemrelevanten Berufen arbeiten, weniger Alkohol konsumierten, stieg der Bedarf an Alkoholika bei Menschen mit einem hohen Stress-Level und einem geringeren sozialen Status deutlich an. Aber ist das nun eine gute oder eine schlechte Nachricht?

Mit einem neuen Take-Away-Food-Store lädt André Weihrauch zu einer kleinen Reise in die Vergangenheit ein. Denn in den Neunzigerjahren hatte er mit einem Imbisswagen angefangen. Auf der Menükarte des am 8. Juli eröffneten Coffee Inn in Stendal stehen heute aber weder der Döner noch Pommes. Stattdessen gibt es von montags bis freitags  in der Zeit von 11 bis 15 Uhr Bowls, Gemüsecurrys, Paninis, Chicken Burger oder Tonkabohnencreme. Auch 30 Jahre nach der Wiedervereinigung kann sich aber nicht jeder Ossi darunter etwas vorstellen. Nachdem Denny Podas auf Stendal Online gefragt hatte, was denn Bowls und Paninis seien, und er belehrt wurde, dass Bowls „im Prinzip“ kleine Salatschalen mit verschiedenen Zutaten und Paninis „quasi“ belegte Brötchen seien, schrieb er zurück: „Hätten doch einfach schreiben können, es gibt belegte Brötchen und gemischten Salat.“

Den Lockdown genutzt, um die eigene Website neu zu gestalten, hat Art of Oil. Die 2019 mit dem Olio Award ausgezeichnete Olivenöl-Marke beantwortet darauf die wichtigsten Fragen zur Herstellung und Verwendung des Öls, das für den Feinschmecker eines der besten Olivenöle der Welt ist und vom stern als „Meisterwerk in Öl“ gelobt wurde.

Ein Konzept für den digitalen Lebensmitteleinkauf haben Philipp Hoening und Max Ittermann entwickelt. Mit Smark wollen sie Nahrungsmittel einfach und schnell zur Verfügung stellen, ohne dass man dafür alle Supermarktregale abklappern muss. Und zwar durch automatisierte Einkaufstationen, bei denen man seine Lebensmittel über eine Smartphone-App oder einen integrierten Touchscreen bestellen und direkt mitnehmen kann. Nach dem Auswählen werden die Lebensmittel automatisch innerhalb einer Minute zusammengestellt und in einem Korb an der Station ausgegeben. Ein automatisiertes Lager- und Greifsystem soll das möglich machen, sodass der Einkauf sofort abholbereit bereit ist. Bisher gibt es die Lebensmittel-Boxen nur rund um Stuttgart. Ende Juni stiegen aber Campo und Mutschler Ventures als Investoren bei dem 2016 gegründeten Startup ein, sodass die Smarkboxen schon bald im gesamten Bundesgebiet zu finden sein dürften.

Zu guter Letzt empfiehlt Jürgen Dollase, der Restaurantkritiker der FAZ, Ferran Adriàs bislang noch nicht in Deutschland erschienenes Buch What Is Cooking (Phaidon, London, 464 Seiten, Euro 82,-). Im Mittelpunkt von dessen „Wissensakkumulation“ stehe der Begriff „Sapiens“, mit dem Adrià „die Summe allen verfügbaren Wissens“ meine, „die Weisheit der Welt sozusagen, die sich nicht nur in gleichsam isolierten und mehr oder weniger wissenschaftlichen Betrachtungen zu Einzelthemen niederschlägt, sondern sich – gerade im gastronomischen Bereich – aus vielen Quellen speist, seien es Lexika, wissenschaftliche Arbeiten aus Anthropologie, Kulturwissenschaft, Soziologie, Psychologie, Medizin, Chemie oder Physik, Kochbücher internationaler Kreativköche oder spezialisierte Magazine“.

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