Cocktails für den Kater danach

Illustrierte Wochenschau

Der Pornstar Martini sorgt für den größten Kater. Aldi muss sein Champagnereis umbenennen und Champagner dürfen nicht mehr Champagner genannt werden. Der Klang des Öffnens einer Dose kann nicht geschützt werden. Tiefkühlkost verdankt ihre Produktion den Inuit. Und die Verbraucher bleiben ihren Supermärkten treu. Unsere Woche im Überblick.

Der englische Online-Food-Shop onbuy.com befragte knapp 3.000 Leute, welcher Cocktail ihnen Kopfschmerzen bereitet und dazu geführt hat, dass sie sich krank fühlen, und wie viel Zeit sie am folgenden Tag im Bett verbracht hätten, um sich davon zu erholen. 

Die Top Five des Cocktail Hangover Index:
1. Pornstar Martini
2. Sex on the Beach
3. Long Island Iced Tea
4. Tequila Sunreise
5. Pina Colada

Die Aldi-Eissorte „Champagner Sorbet“ muss umbenannt werden. Das entschied der Europäische Gerichtshof nach einem jahrelangen Rechtsstreit, den Frankreichs Champagnerproduzenten angestrengt hatten. Champagnereis, so der Europäische Gerichtshof, dürfe nur so genannt werden, wenn es auch nach Champagner schmecke.

Einem neuen russischen Gesetz zufolge dürfen hingegen allein russische Schaumweine als Champagner bezeichnet werden – weshalb der französische Champagner-Produzent Moët Hennessy den Export seiner Marken Moët Chandon, Veuve Clicquot und Dom Pérignon nach Russland einstellen will. Ein Branchenkenner wies allerdings darauf hin, dass Moët Hennessy ohnehin nur geringe Marktanteile in Russland hätte: „Wenn es keinen Moët gibt, wird es keinen Staatsstreich geben, und die russischen Eliten werden keinen Suizid begehen.“ Und der Gastronom Sergej Mironow scherzte, es sei an der Zeit, Schotten und Amerikanern die Bezeichnung Whisk(e)y zu verbieten.

Das Geräusch, das man vernimmt, wenn man eine Dose mit einem kohlensäurehaltigen Getränk öffnet, kann hingegen nicht als Klangmarke geschützt werden. Das entschied ein Gericht der Europäischen Union  und wies deshalb die Klage der deutschen Verpackungsfirma Ardagh Metal Beverage Holdings ab. Dem Zischen und Knacken beim Öffnen einer Dose und dem anschließenden Prickeln, so die Richter, fehle die Unterscheidungskraft, um einen bestimmten Hersteller zu erkennen.

Dass kleinere Eiskristalle den Geschmack und die Frische von Lebensmitteln besser bewahren als größere, fand der Naturforscher Clarence Birdseye 1912 heraus, als er im Auftrag der amerikanischen Regierung im kanadischen Labrador beobachtete, wie die Inuit Fisch einfrieren. Mit seiner Entdeckung schrieb er Industriegeschichte, doch es dauerte noch Jahrzehnte, bis Tiefkühlkost erstmals 1955 in Deutschland vorgestellt wurde, weil es noch keine Kühlkette für den Transport oder Kühlschränke mit Eisfächern für die Aufbewahrung in privaten Haushalten gab.

Den Supermärkten und Discountern ihres Vertrauens haben die Verbraucher in Deutschland auch in der Zeit der Corona-Pandemie die Treue gehalten. Nur jeder zehnte kaufte im vergangenen Frühjahr in einem Online-Supermarkt ein, das ergab eine Umfrage der Unternehmensberatung Oliver Wyman.

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