Große Reisepläne, hohe Ansprüche

Noch sind Hopfen und Malz nicht verloren

Die Deutschen wollen 2022 so viel verreisen wie noch nie. Es gibt wieder eine Hopfenschwemme. Und aus Negrita wird Chokita. Unsere Woche im Überblick.

Dem „Changing Traveller Report 2021“ der Hotel-Commerce-Plattform Siteminder zufolge, wollen fast 60 Prozent der Befragten im nächsten Jahr genauso oft oder gar öfter verreisen, als vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie. Allerdings sind ihre Erwartungen und ihre Ansprüche an Hotels stark gestiegen. Da das Buchungsvolumen parallel zu den gestiegenen Bedürfnissen der Gäste wachse, sei es jetzt an der Zeit, so  Clemens Fisch, Regional Director DACH & EMEA bei Siteminder gegenüber der AHGZ, dass Beherbergungsbetriebe ihr Angebot zu verbessern: „Wenn Hoteliers über die Zukunft ihres Geschäfts nachdenken, müssen sie alle Erfahrungen ihrer Gäste vom ersten bis zum letzten Berührungspunkt mit ihrem Hotel berücksichtigen: Wie einfach ist es für sie, über die Website zu buchen? Wie checken sie ein? Wie bezahlen sie? Und, ganz wichtig, wie einfach ist es für sie, das Hotel an Familie oder Freunde weiterzuempfehlen?“  

Erneut mit einer Überversorgung von Hopfen rechnet BartHaas, der größte Hopfenhändler der Welt, in der aktuellen Ausgabe seines seit 145 Jahren erscheinenden Marktberichts. Denn nicht nur die Hopfenernten seien gut ausgefallen, es würde auch weltweit immer mehr Hopfen angebaut, sodass Bauern mit sinkenden Einnahmen rechnen müssten. Erfreulich sei jedoch, dass das Volumen weltweit insgesamt um fast 5 Prozent auf 182 Milliarden Liter gestiegen ist und das corona-bedingte Umsatzminus nicht so stark ausfiel wie befürchtet. In diesem Jahr rechnet BarthHaas wieder mit einem steigenden Bierausstoß. Das Vorkrisenniveau werde zwar noch nicht erreicht, berichtet die WirtschaftsWoche, mit den Lockerungen gebe es aber auch einen Nachholbedarf.

Nachdem Bahlsen seine „Afrika“-Waffeln in „Perpetum“ umbenannt hat, weil der alte Name als rassistisch angeprangert wurde, bietet der Lebensmittelkonzern Nestlé seine „Negrita“-Kekse in Südamerika nun unter dem Namen „Chokita“ an. Wie Nestlé laut Focus Money mitteilte, sei die Namensänderung Ausdruck einer „Kultur des Respekts und der Nicht-Diskriminierung“.

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