Das wundert uns ja nicht

Keine Überraschungen

Wer Alkohol trinkt, schätzt seine Fahrtauglichkeit falsch ein. Der Online-Handel profitiert von Corona. Alnatura steigert seinen Umsatz. Und Mondelez erhöht die Preise für Schokolade. Unsere wenig überraschende Woche im Schnelldurchlauf.

Dass alkoholisierte Autofahrer ihre Fahrtauglichkeit falsch einschätzen, ist eigentlich nichts Neues. Dennoch  führte die Universität Witten-Herdecke eine Studie durch, für die sich 90 körperlich fitte und 24 Jahre alte Teilnehmer kontrolliert betrinken durften. Wenig überraschendes Ergebnis: „Je mehr die Probanden tranken, desto weiter wich ihre Selbsteinschätzung von den tatsächlichen Messwerten ab.“

Ebenso wenig überrascht es uns, dass der Internet- und Versandhandel von der Corona-Pandemie profitiert. Dem Statistischen Bundesamt zufolge stieg der Umsatz des Online-Handels in diesem Jahr um 36 Prozent im Vergleich mit dem Vor-Corona-Jahr 2019, während der stationäre Handel nicht einmal 3 Prozent zugelegt hat. Dieser Trend sei allerdings bereits 2015 erkennbar gewesen und durch Corona nur noch gesteigert worden.

Zu erwarten war auch, dass die Bio-Einzelhandelskette Alnatura ihren Umsatz im Geschäftsjahr 2020/2021 um 7 Prozent erneut gesteigert hat. Zum Wachstum beigetragen haben fünf neue Läden und Umbauten von zehn bereits bestehenden Geschäften. Mittlerweile gibt es 143 Alnatura-Märkte und 1.300 Eigenmarken, die in 15 europäischen Ländern und 12.800 Filialen von Handelspartnern verkauft werden. Und seit November bietet Alnatura auch Bio-Rindfleisch aus Bruderkalb-Haltung und Weideschlachtung an – vorerst allerdings nur in Süddeutschland.

Und dass der Absatz von Kaugummi weltweit eingebrochen ist, weil es vor allem auf dem Weg zur Arbeit, zur Schule oder zu einer Veranstaltung gekaut wird, wundert uns auch nicht. „Stattdessen“, so Dirk Van de Put, der CEO von Mondelez (Milka, Oreo etc.), hätten die Menschen „zu Hause mit Keksen und Schokolade Entspannung gesucht“. Mondelez habe 2020 zwar seinen Umsatz um 4 Prozent auf 27 Milliarden Dollar steigern können, die Kollateralschäden der Pandemie – Rohstoff- und Materalmangel, Personalknappheit und Transportprobleme – träten aber erst jetzt zutage. Weshalb Mondelez sich gezwungen sähe, die Preise für Schokolade und Snacks anzuheben.

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