Wie viele Hot Dogs verträgt der Mensch?

Chronik der Woche

Diageo beteiligt sich am Siegfried Rheinland Gin. Goldene Osterhasen sind nunmehr schutzlos. Und wer einen Hot Dog Contest gewinnen will, muss seinen Magen trainieren. Die Woche im Überblick.

Diageo, mit Marken wie Johnnie Walker, Smirnoff, Baileys oder Guinness der zweitgrößte Spirituosenhersteller der Welt, befindet sich aktuell auf Einkaufstour. Nachdem er vor drei Jahren für die von dem Schauspieler George Clooney entwickelt Tequila-Marke Casamigos eine Milliarde Dollar bezahlt hatte, kaufte er Clooneys Kollegem Ryan Reynolds nun dessen Aviation Gin für 610 Millionen Dollar ab. Und auch hierzulande vergrößerte Diageo sein Portfolio. Über seine Risikokapitalgesellschaft Distill Ventures ist Diageo nun am Siegfried Rheinland Dry Gin beteiligt, das von seinem alkoholfreien Gin mehr Flaschen verkauft als von seinem hochprozentigem.

Der goldene Osterhase des Schweizer Schokoladenherstellers Lindt & Sprüngli ist keine geschützte Farbmarke mehr. Das Münchner Oberlandesgericht wies in zweiter Instanz eine Klage zum Farbmarkenschutz ab. Somit dürfen auch andere Firmen vorerst ihre Schokohasen in goldener Farbe verpacken. Mit einem Gutachten hatte Lindt & Sprüngli nachweisen wollen, dass die goldene Farbe stark mit der Marke verbunden werde. Das OLG München befand jedoch, dass die Farbe nicht unmissverständlich zur Identität der Marke gehöre, weil Lindt & Sprüngli auch andersfarbige Produkte im Sortiment hätten.
 

Bereits seit 1916 wird Nathan‘s Famous Coney Island Hot Dog Eating Contest in New York veranstaltet, bei dem es darum geht, wer innerhalb von zehn Minuten die meisten Hot Dogs vertilgt. Zum 13. Mal siegte in diesem Jahr Joey „Jaws“ Chestnut bei den Männern und zum siebten Mal Miki Sudo bei den Frauen. Chestnut verschlang 75, Miki 48,5 Hotdogs in zehn Minuten. Damit stellten beide einen neuen Weltrekord auf.

Wie James Smoliga von der High Point University in North Carolina ausgerechnet hat, besteht aber noch reichlich Luft nach oben. Um herauszufinden, wie viel Fleisch und Brot unser Magen maximal fassen kann, analysierte der Sportmediziner die Daten aus 39 Wettbewerbsjahren und die von begeisterten Essern, die ihren Würstchen-Konsum dokumentiert hatten, und kombinierte sie mit einem Modell zur Elastizität des menschlichen Bauchraumes. Demnach erreichen die heutigen Hotdog-Champions eine „aktive Konsumrate“, die fünfmal so hoch ist wie die von untrainierten Vielfraßen aus dem Jahr 1980. Der damalige Gewinner des Nathan‘s Famous Coney Island Hot Dog Eating Contest schaffte gerade mal zehn Hotdogs in zwölf Minuten, wie Welt berichtete. Was daran liegt, dass die aktuellen Champions ihren Magen darauf trainieren, sich zu entspannen und schnell auszudehnen, um das immense Volumen an Nahrung innerhalb kürzester Zeit aufnehmen zu können.

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