Food Porn, Tattoos & Rock’n’Roll

Chronik der Woche

Ein Berliner Restaurant erteilte dem AfD-Bundesvorsitzenden Jörg Meuthen Hausverbot. Die Bonpflicht erregt weiterhin die Gemüter. Und in Stuttgart findet ein Charity-Spektakel statt. Die Woche im Überblick.

Das Restaurant Cinque in Berlin-Mitte hat dem AfD-Bundesvorsitzenden Jörg Meuthen Hausverbot erteilt. Nachdem Meuthen dort „diskret und gesittet“ gegessen hatte, erklärte der Geschäftsführer Mensur Murati ihm, dass er diesmal noch aus Freundlichkeit eine Ausnahme gemacht habe, aber in Zukunft keine Besuche mehr von Leuten wie ihm wünsche – aus grundsätzlichen Erwägungen wegen der „rassistischen“ und „sexistischen“ Politik der AfD, aber auch, weil sich Mitarbeiter verschiedenster Nationalitäten geweigert hätten, Meuthen und seine Begleiter weiter zu bedienen. Eine deutsche Mitarbeiterin habe zudem von sexistischen Bemerkungen in ihrer Gegenwart berichtet, während sich die Herren ein Handy-Video angesehen hätten.
Das Internetportal Tripadvisor löschte die große Zahl negativer Bewertungen des Cinque, die abgegeben wurden, nachdem Michael Klonovsky, ein Redenschreiber des AfD-Ehrenvorsitzenden Alexander Gauland, sich über das Hausverbot mokiert hatte. Der SPD-Abgeordnete Sven Kohlmeier begrüßte hingegen die Zivilcourage der Restaurantleitung. Die AfD erfahre so an sich selbst, wie die von ihr betriebene Politik der Ausgrenzung wirke. Und Thomas Lengfelder, Hauptgeschäftsführer des Hotel- und Gaststättenverbands Dehoga Berlin, stellte im Berliner Kurier noch einmal klar, dass es jedem Wirt frei stünde, ob er jemanden bedient oder beherbergt. Die Wirte hätten das Hausrecht und fällten mit einem Hausverbot eine unternehmerische Entscheidung.

Küchenparty Vol. 4
Bereits zum vierten Mal findet am 15. Februar das Charity-Spektakel COOKmeetsROCK auf der Landesmesse Stuttgart statt. Bei der Rock‘n’Roll-Lifestyle-XXL-Küchenparty kochen u.a. Ralf Jakumeit, Ole Plogstedt und Ralf Zacherl „Food Porn“, der Ski King sorgt für Rock’n’Roll vom Feinsten und als Apéritif gibt es ein Tattoo. Die Veranstaltung ist allerdings bereits ausverkauft.

Bonpflicht
Die seit dem 1. Januar in Deutschland geltende „Belegausgabepflicht“ sorgt weiterhin für Aufregung im Einzelhandel. In dieser Woche wandte sich der Handelsverband HDE an Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) und bat um eine Ausnahmeregelung für Läden, bei denen durchschnittlich mehr als 500 Bons pro Tag anfallen. „Bei einer Ladenöffnungszeit von 9 Stunden pro Tag entspricht dies nahezu einem Kassenbon pro Minute“, schrieb er an Scholz, wie die FAZ berichtete.

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